Scherenarmmarkisen mit kleiner Ausladung
1. Februar 2017

Einer der Hauptvorteile von Scherenarmmarkisen ist, dass sie sehr weit ausfahren können. Heute stellen wir Ihnen im Gegensatz dazu ein Objekt vor, bei dem die Markisen als Regenschutz für einen Balkon dienen sollen. Der Balkon hat keine besonders große Tiefe, und so war es dem Bauherrn wichtig, dass sich bei ausgefahrener Markise ein stimmiges Gesamtbild ergeben sollte.

Die Konstruktion einer Scherenarmmarkise mit wenig Ausladung ist paradoxerweise schwieriger als die Konstruktion einer großen Scherenarmmarkise. Bestimmte Bauteile, wie z. B. die Tuchwelle oder das Ausfallprofil müssen aus statischen Gründen Mindestgrößen aufweisen, damit ihre Durchbiegung möglichst klein ist. Die Scherenarmteile hingegen sollen möglichst klein sein, wobei aus technischen Gründen gewisse Mindestgrößen nicht unterschritten werden können. Fingerspitzengefühl ist gefragt, damit sich noch ein akzeptables Gesamtbild der Markise ergibt.

Im vorliegenden Fall konnte die Konstruktion bei einer horizontalen Ausladung von 1,60 m noch stimmig realisiert werden. Der ausführende Montagebetrieb nahm eine Befestigung mit Edelstahlgewindestangen vor. Er hatte eine Montage durch Klinker und Hohlraum von insgesamt 27 cm Distanz auszuführen. Bei solch großen Abständen beraten wir unsere Architekten oder Fachpartner bei der Frage, ob die Markisen überhaupt fachgerecht montiert werden können. In diesem Falle war dies problemlos möglich bei ausreichender Befestigungmittelstatik, ohne dass die maximal zulässigen Auszugskräfte überschritten wurden.

Bis zum nächsten mal

Ihr Georg Nüssgens